Unsere Geschichte

Die Insel Nonnenwerth kann auf eine traditionsreiche wie wechselvolle Geschichte zurückblicken. Mit der Gründung eines Benediktinerklosters im Jahre 1126 durch den Kölner Erzbischof Friedrich I. auf unserer Insel, die damals noch “Ruleicheswerde” genannt wurde, beginnt unsere bewegte Geschichte. Lesen Sie hier die von den Schwestern von Nonnenwerth verfasste Inselchronik, die die fast 900 Jahre umfassende Inselhistorie kurzweilig schildert. 

Benediktinerinnenkloster (1126-1822) 

Created with Sketch.

1126 gründete der Kölner Erzbischof Friedrich I. zusammen mit seinem Freund, dem Abt Cuno von Siegburg, ein  Benediktinerinnenkloster auf der Rheininsel „Ruleicheswerde“. Fortan heißt sie „Insula beatae Mariae“ oder „Marienwerth“. Später bürgerte sich die Bezeichnung „Kloster Rolandswerth“ ein. Seit Mitte des 17. Jahrhundert taucht in den Quellen die Benennung „Nonnenwerth“ auf, die seit dem 19. Jahrhundert offizieller Name der Insel ist.

Erzbischof Friedrich blieb bis zu seinem Tod ein treuer Schützer seiner Stiftung. Er sorgte sich um das geistige und materielle Wohl der Ordensfrauen und bat Wohltäter um Unterstützung. Er ließ die Burg Rolandseck zum Schutz des Inselklosters befestigen und berief einen Schutzvogt für das Kloster auf der Insel.
Den eigentlichen Konvent bildeten die „Chorschwestern“, 20 – 30 an der Zahl, Töchter adliger Familien, später auch angesehener Bürger. Diese pflegten das Chorgebet der Kirche, 6 -7 Stunden täglich.

Das Leben der Benediktinerinnen war geteilt zwischen Arbeit und Gebet. Die einen fertigten Kirchenwäsche und Paramente (liturgische Gewänder) an. Andere waren mit dem Abschreiben von Büchern beschäftigt, widmeten sich künstlerischen Arbeiten oder dem Studium der lateinischen Sprache. Es gab eine kleine Schule, in der humanistische Fächer unterrichtet wurden. Im Konvent lebten zudem ca. 10 Laienschwestern, die den Haushalt versorgten sowie die Gärten und Weinberge betreuten. Als dritte Gruppe gehörten zum Konvent einzelne „Konversen“, wohlhabende Frauen, die sich „eingekauft“ hatten, nicht zum Chorgebet verpflichtet waren und kein Armutsgelübde ablegten.

Das geistige Leben und der wirtschaftliche Wohlstand des Klosters litten sehr unter den vielen Kriegen, die im Lauf der Jahrhunderte das Rheinland verwüsteten.
Dabei waren die Nonnen häufig gezwungen, vor Überfällen zu fliehen, sei es nach Oberwinter,  Remagen oder Köln. So kam es, dass der Konvent 1624 in Köln Lyskirchen  ein Doppelhaus erwarb, in das die Schwestern bei kriegerischen Gefahren flüchteten. Immer wieder suchten schwere Katastrophen das Inselkloster heim: Hochwasser, Eisgang, Pest. Das schwerste Leid aber war der große Brand, der 1773 alle Gebäude einäscherte. Entschlossen wurde im gleichen Jahr ein Neubau begonnen und nach zwei Jahren fertiggestellt: das heutige Klostergebäude.

Aufhebung des Benediktinerinnen-Klosters
1802 verlor das Kloster infolge der Angliederung an Frankreich seine Güter, und nur durch die Fürsprache der Kaiserin Josephine erhielten die Nonnen die Erlaubnis, unter Beibehaltung des Inselbesitzes ihre Tage im Kloster zu verleben. Neue Schwestern durften sie nicht mehr aufnehmen. Als 1815 das Kloster an Preußen fiel und die Regierung 1821 die Insel günstig verkaufen konnte, mussten die letzten sechs Schwestern die Insel verlassen.

Vom Gasthof zum Pensionat (1822-1852) 

Created with Sketch.

 Die Insel wurde ersteigert durch  Caspar Anton Sommer, der in den ehemaligen Abteigebäuden einen Gasthof eröffnete. Es kamen Gäste: Professoren und Studenten aus Bonn, Politiker und Dichter, u.a. Ernst Moritz Arndt, Karl Simrock, Ferdinand Freiligrath und der Komponist Franz Liszt. 

In den Jahren 1841-1843 verbrachte er mehrere Monate auf der Insel. Über seinen Aufenthalt führte Frau von Cordier, ebenfalls häufig als Gast auf der Insel, Tagebuch. Darin lesen wir  besonders ausführlich über Liszts 30. Geburtstag 1841, an dem er eine Platane pflanzte, die heute alle anderen Bäume auf der Insel überragt.

Gastwirt Sommer geriet jedoch in große finanzielle Schwierigkeiten. Frau von Cordier übernahm 1835 als Hauptgläubigerin  die Insel. In Friedrich Klein fand sie einen neuen Pächter, der bis 1846 den Betrieb weiterführte, aber bald ebenfalls aufgeben musste.

Frau von Cordier verkaufte die Insel zunächst an eine Ordensfrau Ignatia Külpmann aus Köln, die auf der Insel ein Krankenhaus errichten wollte, aber keine Genehmigung durch den preußischen Staat erhielt. Auf ihrem Sterbebett hatte Frau von Cordier 1846 geäußert, man möge die Insel wieder einer klösterlichen Bestimmung zuführen.

Darum kauften Anna von Proff aus Bad Honnef und Franziska Helff aus Koblenz die Insel.  Auguste von Cordier, die Tochter der Verstorbenen, beteiligte sich mit einem Drittel an der Kaufsumme.

Auguste hatte nach ihrem Studium an der Düsseldorfer Malerakademie fast ein Jahr lang als Lehrerin im Ursulinenkloster in Dorsten gearbeitet. Nun wollte sie auf der Insel eine Schule mit Pensionat gründen und suchte zunächst die Verbindung mit dem ihr bekannten Orden der Ursulinen. Zwei Schwestern aus Würzburg kamen zur Insel, eröffneten eine kleine Schule und gründeten ein kleines Kloster. Auguste war die erste, die ins Noviziat eintrat und den Klosternamen „Angela“ wählte.

Aber schon bald musste sie erkennen, dass Spiritualität und Grundsätze der Ursulinen nicht dem entsprachen, wonach sie suchte. Darum löste sie die Verbindung zu den Ursulinen und suchte weiter nach dem Weg, den Gott sie führte. „Gott hat es nicht gewollt, und das soll mir genügen. Sein heiligster Wille geschehe allezeit.“

Neubeginn – Franziskanerinnen 

Created with Sketch.

Durch Vermittlung eines Franziskaners, P. Xaverius Kaufmann, der in Königswinter eine kleine franziskanische Gemeinschaft gegründet hatte, lernte Auguste von Cordier die 1835 in Holland gegründete franziskanische Schwesterngemeinschaft kennen, die sich der Erziehung und den Kranken widmete und die später den Namen „Franziskanerinnen von der Buße und der christlichen Liebe“ annahm.

1853 machte sich Angela trotz ungewöhnlicher Kälte auf den Weg nach Heythuysen, um Verbindung zu dieser Gemeinschaft aufzunehmen. Angela von Cordier war tief beeindruckt von der schlichten Gründerin Mutter Magdalena Damen, die sie betend in ihrer ärmlichen „Zelle“  antraf. Die Begegnung der beiden äußerlich so verschiedenen, aber im Tiefsten so wesensverwandten Frauen, führte dazu, dass Angela nach ihrem Besuch berichtete: „Ich fühlte bis in die innerste Seele, dass ich gefunden hatte, was ich suchte.“

Nach weiteren Verhandlungen wurde am 8. August 1854 der Anschluss an die Schwestern von Heythuysen vollzogen. Aus Heythuysen kamen nach und nach mehrere Schwestern nach Nonnenwerth. Die inzwischen dort lebende kleine franziskanische Gemeinschaft, sowie Frauen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis von Angela v. Cordier schlossen sich an. Die Klostergemeinschaft sowie Schule und Internat wuchsen allmählich und stetig. Nach dringend notwendigen Umbauten im Haus, der Einrichtung von Klassenräumen und Schlafsälen betrug im Jahr 1863 die Zahl der Schwestern 35, die der Pensionärinnen (Internen) 100.

In der Dorfschule Rolandswerth erteilten zwei Schwestern regelmäßig unentgeltlich Unterricht.


Mutter Angela von Cordier, Gründerin und Oberin des Inselklosters, setzte sich mit ganzer Kraft und Hingabe für das innere und äußere Wohlergehen aller Inselbewohner ein. Gleichzeitig war sie Assistentin der Ordensleitung. „Ich habe keine Zeit zu verlieren – und wo Gott gedient haben will, soll er mich bereit finden“ (M. Angela). So war sie auch bereit, als Gott sie 1864, erst 51 Jahre alt, zu sich rief. Ihre letzte Ruhestätte fand sie auf dem Inselfriedhof.

Reichseinigung, Kaiserreich und Erster Weltkrieg (1864-1918) 

Created with Sketch.

Neue Wirkungsbereiche konnten andernorts eröffnet werden. In den Kriegen 1864, 1866, und 1870/71 setzten sich die Schwestern an Kriegsschauplätzen und Lazaretten ein zur Pflege und Betreuung von Verwundeten und Sterbenden.
 
Während des Krieges 1870/71 gingen die Schwestern auch täglich an den Bahnhof Rolandseck, um durchfahrende Verwundete zu verbinden und zu versorgen.

Nach einigen Jahren jedoch durften keine Schwestern mehr in Nonnenwerth eintreten. Die Kulturkampfgesetze entzogen den Orden jede Erziehungstätigkeit. Obwohl man durch Unterschriften und Eingaben um die Erhaltung der Schule gebeten hatte, mussten die Schülerinnen und alle Schwestern, die in Unterricht und Erziehung tätig waren, die Insel 1879 verlassen. In Marienwerth/Holland,  fanden sie Aufnahme. Dort konnte der Unterricht erfolgreich fortgeführt werden.

Nur wenige Schwestern waren auf der Insel zurückgeblieben. Sie widmeten sich der Pflege von älteren und kranken Damen sowie der Betreuung der Kranken in der Umgebung.

Die Vertreibung der Schwestern aus Deutschland brachte jedoch auch Segen. Seit 1872 arbeiteten bereits sechs Schwestern unter den deutschen Siedlern in Südbrasilien. Weitere Schwestern, die in Deutschland frei wurden, folgten ihnen nach Rio Grande do Sul.

Auch die Niederlassungen in den Vereinigten Staaten gehen z.T. auf das Freiwerden vieler Schwestern während des Kulturkampfes zurück. Im Juni 1874 landeten die ersten drei Nonnenwerther Schwestern mit Mutter Aloysia Lenders im Hafen von New York.

Als der Staat mehr und mehr erkannte, wie sehr er durch den Kampf gegen die Kirche seine eigene Autorität untergrub, begann er mit dem Abbau der Kulturkampfgesetze. Zehn Jahre später 1889 konnten die Schwestern nach Nonnenwerth zurückkehren.

Nonnenwerth während des Ersten Weltkrieges

Bei Ausbruch des Krieges waren die Schwestern sofort bereit, an der Front und in der Heimat für die verwundeten Soldaten zu sorgen. Wie in anderen Niederlassungen wurde auch in Nonnenwerth ein Lazarett eingerichtet. Da sich die Sorge auf Freund und Feind erstreckte, konnten Vorurteile abgebaut werden.  Im ersten Kriegsjahr waren auf der Insel durchschnittlich 120 Betten belegt, später 150.

 1914 reisten 25 Krankenschwestern in die Feldlazarette nach Diedenhofen (Thionville), wo sie aufopferungsvoll die Verwundeten pflegten. 

Zeit der Weimarer Republik (1919-1933) 

Created with Sketch.

Die im Jahr 1922 einsetzende Entwertung der Mark, die Zeit des Währungsverfalls, erforderte großes Organisationstalent, um den notwendigen Unterhalt für die Inselbewohner zu beschaffen. 1924 lebten auf der Insel 81 Profess-Schwestern (Schwestern mit Gelübden), 88 Novizinnen (Junge Schwestern in Ausbildung), 22 Postulantinnen (Anwärterinnen), 150 interne Schülerinnen und eine Reihe von Angestellten.

Auch Hochwasser und Eisgang wurden zur Bedrohung für die Inselbewohner. Im Dezember 1920 stieg das Wasser in die Heizungs- und Vorratskeller, sogar in die Ställe, sodass das Haus ohne Wärme war und die Rinder unter großer Anstrengung in der Binnenhalle in Sicherheit gebracht werden mussten.

Im Winter 1929 wurde das Übersetzen wegen des starken Treibeises immer gefährlicher. Das Motorboot lag festgefroren an der Landebrücke. Nur mit Mühe und unter Lebensgefahr zwängten drei Männer einen Kahn durch die wenigen offenen Stellen zwischen den dicken Eisschollen. Am 16. Februar war der Rhein zugefroren, die Eisdecke erwies sich als tragfähig. Das Übersetzen war nur noch zu Fuß möglich, bis das Eis am 25.Februar gesprengt wurde und von der Insel abtrieb. Seither gab es keinen zugefrorenen Rhein mehr, auch kaum noch Eisschollen.

Nonnenwerth zur Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieges (1933-1945) 

Created with Sketch.

Seit 1933 konnte man anhand der Schulchroniken das planmäßige Vorgehen des nationalsozialistischen Regimes verfolgen, die Jugend für die Ideen des „Dritten Reiches“ zu gewinnen. Die Propaganda war geschickt und für Jugendliche kaum zu durchschauen. Das Jahr 1938 stand im Zeichen des Abbaus kirchlicher Schulen und Internate. Den Beamten wurde verboten, ihre Kinder in eine katholische Privatschule zu schicken. Alle staatlichen Zuschüsse entfielen. Die Schule musste 1941 zu Beginn der Weihnachtsferien geschlossen werden. Die Oberprimanerinnen durften 1942 das Abitur noch auf der Insel ablegen. Auch die anderen Schulen der Franziskanerinnen in Deutschland wurden aufgelöst.

Seit November 1939 begann die Insel eine Zufluchtsstätte derer zu werden, die von den Auswirkungen des Krieges betroffen wurden, und sie blieb es noch mehrere Jahre nach dem Zusammenbruch. Zunächst kamen 159  geistig behinderte Mädchen und Frauen mit ihren Pflegerinnen aus dem  Kloster St. Bernardin in Kapellen.

Im Januar 1942 wurden 93 Soldaten in das auf der Insel errichtete Lazarett eingeliefert, bald folgten neue Transporte. Auch eine Lehrerinnenbildungsanstalt (LBA) der Nazis wurde auf der Insel unter-gebracht. Nach den schweren Angriffen auf Köln wurde Nonnenwerth ein Ausweichkrankenhaus der Universitäts-Kinderklinik. In vielen Rotkreuz-Wagen rollte die Ausstattung eines Krankenhauses heran. Dann kamen 195 Kinder im Alter bis zu 14 Jahren, die von 33 Ordensschwestern (Augustinerinnen) betreut wurden. Zur Belegschaft gehörten 6 Pflegerinnen, 48 NS-Schwestern, 3 Ärztinnen und Personal, insgesamt 308 Personen.

Franziskanerinnen und Augustinerinnen arbeiteten bis zum Jahr 1947 harmonisch zusammen und durchstanden gemeinsam Bombennächte, Angriffe auf Schiffe, Hochwasser und Wassermangel beim Versagen der Pumpen.

Mit dem Heranrücken der Front trafen immer mehr Schwestern aus evakuierten Häusern ein, sodass Ende 1944 680 Personen auf der Insel zu versorgen waren, Anfang 1945 sogar 730. Das war ein schwieriges Problem bei den geringer werdenden Lebensmittel-Zuteilungen und den Transportschwierigkeiten.

Alliierte Truppen rückten durch die Eifel und das Moseltal zum Rhein vor. Verwundete und flüchtende deutsche Soldaten drängten auf der Uferstraße zu den Rheinfähren und Brücken. Aber fast alle Fähren waren gesprengt worden. Am 8. März 1945 rollten auf dem linksrheinischen Ufer die amerikanischen Panzer an der Insel vorbei. Es fehlte an Lebensmitteln, vor allem an Milch für die Kleinen der Kinderklinik. Auf das Inselgelände konnten sich die Schwestern nicht hinauswagen, da von beiden Ufern geschossen wurde. Auf der Insel gab es ungefähr 25 Einschläge, eine Granate fiel in den Zeichensaal, explodierte aber nicht; verletzt wurde niemand.

In aller Gefahr war Gottes Schutz spürbar.

Neubeginn nach dem Zweiten Weltkrieg 

Created with Sketch.

 Am 2. Oktober 1945 wurde die Schule mit einem Festgottesdienst wieder eröffnet. Schulleiterin wurde Sr. Evodia Wolf. Die Schülerinnenzahl betrug 143. Das Schuljahr 1946 begann mit 258 Schülerinnen, von denen 50 im Internat Aufnahme fanden. Dort war Platz geworden, da das Kloster St. Bernardin / Kapellen die 123 jungen Frauen wieder aufnehmen konnte. Alle waren froh und dankbar, dass diese Mädchen vor den Anordnungen des Naziregimes zur Vernichtung sog. „unwerten Lebens“ geschützt werden konnten. Im Juni 1947 kehrten die Augustinerinnen mit der Kinderklinik nach Köln zurück. Kontakte blieben über viele Jahre lebendig. 

Der Ausbau von Schule und Internat konnte weitergeführt werden. Von 1960 bis 1988 wurden Mädchen in der Hauswirtschaft ausgebildet. Mangelnder Ordensnachwuchs machte mehr und mehr die Einbeziehung von Laien als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter notwendig. Gleichzeitig wurden die Angebote für junge Erwachsene auf der Suche nach spiritueller Begleitung intensiviert. 1978 wurde die Schule erstmals von einem weltlichen Schulleiter, Oberstudiendirektor Rolf Vorderwülbecke, übernommen.

Mit der bundesweiten Oberstufenreform wurden Jungen aufgenommen, gleichzeitig das Internat geschlossen.

Der Um- und Ausbau der Schule in den 1980er Jahren betraf u. a. naturwissenschaftliche Räume, eine neue Turnhalle, Außensportanlagen und Musikräume. Alle Fach- und Klassenräume wurden renoviert.

Im Jahr 2014 haben die Schwestern von Nonnenwerth die Trägerschaft der Schule aus den Händen des Ordens in eine gemeinnützige GmbH, die Privates Gymnasium Nonnenwerth gemeinnützige GmbH, übergeben, an der sie mit der von ihnen gegründeten Angela von Cordier-Stiftung selbst beteiligt waren. Seit dem Jahr 2016 führt die Schule den Namen Privates staatlich anerkanntes Franziskus Gymnasium Nonnenwerth. Sie ist mit ca. 600 Schülerinnen und Schülern Ganztagsschule, G8 und kooperiert mit einer Reihe von Organisationen, die Begabungen fördern.

Im August 2020 legten die Schwestern die Verantwortung für die Schule in die Hände der ISR International School on the Rhine gemeinnützige GmbH. Die gemeinnützige Gesellschaft betreibt bereits eine internationale Schule in Neuss am Rhein.

 

Ein Museum wurde eingerichtet, das über die bewegte Geschichte Nonnenwerths informiert. Seit 1991 ersetzt die klostereigene „Fähre Nonnenwerth“ das frühere Personenboot. Die rechtsrheinischen SchülerInnen werden mit dem Privatboot „Grafenwerth“ zur Insel befördert. Ein kleiner Gästebetrieb wurde eingerichtet. 

Seit 2014 ist im Kloster auch die lange Zeit in Bad Honnef beheimatete Textilwerkstatt angesiedelt, in der einige Mitarbeiterinnen wertvolle Paramente oder Vereinsfahnen herstellen bzw. fachgerecht in Handarbeit instandsetzen.